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Erster Sieg für den neuen 911 RSR

24.07.2017 00:27

Porsche holt Doppelerfolg in Lime Rock

Patrick Pilet (links) und Dirk Werner holten den ersten Sieg auf dem neuen 911 RSR. Foto: Porsche
Patrick Pilet (links) und Dirk Werner holten den ersten Sieg auf dem neuen 911 RSR. Foto: Porsche

Erfolgreiches Rennwochenende für Porsche im Lime Rock Park: Der neue Porsche 911 RSR feierte auf der Rennstrecke im US-Bundesstaat Connecticut seinen ersten Sieg. Patrick Pilet (Frankreich) und Dirk Werner (Würzburg) gewannen das siebte Saisonrennen der IMSA SportsCar Championship, der bedeutendsten Sportwagenrennserie Nordamerikas.

Da Lime Rock ein reines GT-Rennen war, durften sich die Porsche-Piloten im 911 RSR mit der Startnummer 911 sogar als Gesamtsieger feiern lassen. Im zweiten vom Porsche GT Team eingesetzten 911 RSR mit der Startnummer 912 kamen ihre Teamkollegen Laurens Vanthoor (Belgien) und Gianmaria Bruni (Italien) als Zweite ins Ziel und machten damit den Doppelsieg für Porsche perfekt. Dazu kam noch der Sieg des 911 GT3 R in der Klasse GTD, den Jörg Bergmeister (Langenfeld) und Patrick Lindsey (USA) für das Kundenteam Park Place Motorsports holten.

Der IMSA-Lauf in Lime Rock war ein reines GT-Rennen, deshalb holte der 911 RSR auch den Gesamtsieg. Foto: PorscheAls die 24 Autos der Klassen GTLM und GTD auf die nur 2,414 Kilometer lange Rennstrecke in der ländlichen Idylle Connecticuts geschickt wurden, war es bewölkt und nicht mehr ganz so heiß wie noch am Freitag. Da hatten Fahrer und Teams bei Temperaturen jenseits der 30 Grad Celsius gleich zwei freie Trainings und das Qualifying zu bewältigen. Lime Rock ist traditionell ein Zwei-Tage-Event. An Sonntagen darf nicht gefahren werden, denn da wird in der kleinen Kirche unweit der Strecke die Messe gelesen.

Polesitter Gianmaria Bruni setzte sich mit einem Traumstart sofort vom Rest des Feldes ab. Dirk Werner machte ebenfalls schon am Start eine Position gut, so dass die Porsche-Piloten auf der kurzen Strecke, auf der nur sehr schwer überholt werden kann, eine Doppelführung behaupteten. Nach einem unfreiwilligen Abstecher ins Grüne musste Gianmaria Bruni mit jeder Menge Gras vor dem Kühler etwas früher als geplant zum ersten Boxenstopp, bei dem er seinen 911 RSR als Spitzenreiter an Laurens Vanthoor übergab. Unmittelbar nach ihm kam auch Dirk Werner zum Service und Fahrerwechsel. Das Lenkrad der Startnummer 911 übernahm Patrick Pilet, der noch vor seinem Teamkollegen zurück auf die Strecke ging. Kurz vor Halbzeit des 2:40 Stunden dauernden Rennens übernahm er die Führung, Laurens Vanthoor setzte sich auf den zweiten Platz. An dieser Reihenfolge änderte sich, da das Porsche-Duo alle Angriffe seiner Verfolger erfolgreich abwehren konnte, bis ins Ziel nichts mehr.

Der zweite Porsche 911 RSR machte mit Platz 2 den Doppelsieg perfekt. Foto: PorscheEin Sieg in der Klasse GTD, in der Kundenteams den 500 PS starken Porsche 911 GT3 R einsetzen, rundete den Porsche-Erfolg in Lime Rock ab. Jörg Bergmeister (Langenfeld) feierte seinen nun schon siebten Sieg auf dieser Strecke. Zusammen mit Patrick Lindsey (USA) war er für Park Place Motorsports am Start. Sein Werksfahrerkollege Patrick Long (USA) holte für Alegra Motorsports zusammen mit Daniel Morad (USA) den dritten Platz.

Steffen Höllwarth, Programmmanager IMSA SportsCar Championship, meinte zum Porsche-Erfolg: „Der erste Sieg mit einem neuen Auto ist immer ein besonders emotionaler Moment. Wenn man dann auch noch einen Doppelsieg einfahren kann und sogar den Gesamtsieg, macht einen das unheimlich stolz. Im Rennen war unser 911 RSR bei den anfangs höheren Temperaturen schneller als die Konkurrenz, doch als es dann kühler wurde, haben wir uns etwas schwerer getan. In Sachen Rennstrategie waren wir heute einmal mehr sehr gut aufgestellt. Unsere Autos hatten fast immer freie Fahrt. Das war auf dieser kurzen Strecke, auf der man nur schwer überholen kann, ein Schlüssel zum Erfolg.“

Der achte Lauf der IMSA SportsCar Championship wird am 6. August auf der Road America in Elkhart Lake im US-Bundesstaat Wisconsin ausgetragen.


Rennergebnis
Klasse GTLM
1. Pilet/Werner (F/D), Porsche 911 RSR, 181 Runden
2. Vanthoor/Bruni (B/I), Porsche 911 RSR, 181
3. Edwards/Tomczyk (USA/D), BMW M6, 181
4. Garcia/Magnussen (E/DK), Corvette, 181
5. Westbrook/Briscoe (GB/USA), Ford GT, 181
6. Auberlen/Sims (USA/GB), BMW M6, 180
7. Hand/Müller (USA/D), Ford GT, 177
8. Gavin/Milner (GB/USA), Corvette, 151

Klasse GTD
1. Bergmeister/Lindsey (D/USA), Porsche 911 GT3 R, 175 Runden
2. Snow/Sellers (USA/USA), Lamborghini GT3, 175
3. Long/Morad (USA/USA), Porsche 911 GT3 R, 175
4. Davis/Aschenbach (USA/USA), Audi R8, 174
5. Lally/Legge (USA/GB), Acura NSX, 174
6. Balzan/Nielsen (I/DK), Ferrari 488, 174

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