French Dressing

19.11.2018 10:25

914-6 Heuliez Murène

Der minimalistisch und kantig klar gezeichnete VW-Porsche polarisierte, er reizte Betrachter, Kunden und Gestalter gleichermaßen, ließ niemanden kalt. Alternative Designideen gab es viele, der ungewöhnlichste Vorschlag kam aus Frankreich: die exzentrische 914-6 Heuliez Murène.

Wie muss der 914 die etablierten Formgestalter bewegt, ja provoziert haben, dass sie ein Füllhorn an Kreativität, Eigensinn und Ideen über ihm ausschütteten. War es Besserwisserei angesichts des ungewohnt reduzierten Ur-Designs, das so gar nicht zur bisherigen Porsche-Linie passen wollte, oder nur der Wunsch, vorn mit dabei zu sein?

Dass dem Mittelmotorkonzept im Sportwagenbau die Zukunft gehörte, da waren sich die Fachleute gegen Ende der sechziger Jahre sicher. Albrecht Graf Goertz, Pietro Frua, Giorgio Giugiaro – sie alle lieferten kurz nach dem Erscheinen des 914 alternative Konzepte. Auch den französischen Industrie-Designer Jacques Cooper mit dem englischen Namen trieb der Anblick des VW-Porsche an den Zeichentisch.

Cooper war kein Unbekannter. Er hatte an der Hochschule für Angewandte Kunst in Paris studiert, für Designpapst Raymond Loewy, Renault und General Motors gearbeitet. Für GM hatte er "Frigidaire"-Kühlschränke entworfen, auch das konnte er.

Nebenbei brachte Cooper – halb dienstlich, halb privat – seine Vorstellung eines neuen, anderen, dynamischeren VW-Porsche zu Papier: mit längerer und flacherer Schnauze, Keilform mit nach hinten ansteigender Gürtellinie und hohem Heck.

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