Gemischte Bilanz

27.05.2012 23:40

Erstmals gastierte die International GT Open am Nürburgring

Der 911 GT 3 RSR vom Team Matmut. Foto: Porsche
Der 911 GT 3 RSR vom Team Matmut. Foto: Porsche

Ein dritter, ein vierter und ein fünfter Gesamtrang, dazu zwei zweite Plätze in der GTS-Klasse. So sieht die Bilanz aus der Sicht von Porsche aus den Läufen 3 und 4 der International GT Open aus. Die bislang eher im Süden Europas vertretene Rennserie hatte am Wochenende ihre Premiere am Nürburgring. Doch für den, der aus Porsche-Sicht in diesem Jahr hier für besondere Akzente sorgen soll, lief es nicht so erfolgreich.

Das Team von Olaf Manthey tritt heuer zum ersten Mal in der International GT Open an. Der Einstieg gelang gut. Das Siegerduo der ersten beiden Saisonläufe waren die Piloten, die auf seinem gelb-grünen 911 GT3 RSR unterwegs waren:  Werksfahrer Marco Holzer (Lochau) und Manthey-Racing-Pilot Nick Tandy (Großbritannien). Am Samstag beim 70-Kilometer-Rennen auf dem Nürburgring sicherte sich Manthey mit Rang vier im 911 GT3 RSR weitere Punkte. Mit Werksfahrer Patrick Pilet und Teambesitzer Raymond Narac (beide Frankreich) am Steuer des 911 GT3 RSR holte IMSA Performance Matmut Rang drei.

Der 911 GT3 RSR vom Team Manthey schied im zweiten Rennen nach einem Unfall aus. Foto: PorscheVor dem Hintergrund der Handicap-Regelungen in der Rennserie konnten beide Teams zufrieden sein: Um Spannung an der Spitze zu schaffen, werden die besten Drei eines Rennens mit einer Zeitstrafe belegt. So musste das IMSA-Team beim Wechsel von Patrick Pilet auf Raymond Narac zehn Sekunden absitzen, weil die Franzosen beim Sonntagsrennen in Portugal Rang zwei geholt hatten. Marco Holzer und Nick Tandy hatten für ihre beiden Algarve-Siege 30 Strafsekunden auf dem Konto.

Sowohl beim Samstags- wie auch beim Sonntags-Rennen am Nürburgring erreichte das österreichische Porsche-Kundenteam Deboeuf den zweiten Platz in der leistungsschwächeren GTS-Kategorie und Rang sieben in der Gesamtwertung. Am Steuer des 911 GT3 R saßen der Deutsche Marco Seefried und der Österreicher Thomas Gruber.

Mit seinem 911 GT3 R landete das Team Deboeuf auf Rang 2 in seiner Klasse. Foto: PorscheAm Sonntag, als die Renndistanz 50 Kilometer betrug, schied das Manthey-Team nach einem unverschuldeten Unfall aus. Marco Holzer und Nick Tandy lagen nach dem Fahrerwechsel mit dem 911 GT3 RSR in aussichtsreicher Position, als ein Konkurrent den Elfer touchierte und dabei so stark beschädigte, der vierte Saisonlauf für sie zu Ende war. „Die Aktion des Ferrari-Fahrers war total unnötig“, sagte Marco Holzer. „Nick ist eine tolle Halbzeit gefahren und lag auf Podiumskurs, als er die Box angesteuert hat. Dort mussten wir unser Zeit-Handikap von 15 Sekunden absitzen. Ich fuhr raus und lag klar vor dem Ferrari. Der hat versucht, in der Mercedes-Arena in einer Kurve gleich zwei Autos zu überholen, hat viel zu spät gebremst und ist mir mit Karacho ins Auto gefahren.“ Holzer/Tandy stehen trotz des Ausfalls im vierten Lauf weiter an der Tabellenspitze.

„Wir haben mit dem fünften Platz unser Ziel erreicht“, bilanzierte Patrick Pilet vom französischen Team IMSA Performance Matmut einigermaßen zufrieden. „Die Position bringt uns einerseits weitere wertvolle Punkte, andererseits verlieren wir einen Teil unserer Handikap-Zeit, weil wir nicht unter die besten Drei kamen. Beim nächsten Lauf in Spa-Francorchamps haben wir nur noch zehn Handikap-Sekunden auf dem Konto und damit bessere Chancen, weiter nach vorne zu kommen.

Ergebnis 3. Lauf
1. Bruni/Federico (I/I), Ferrari 458 GT Italia, 1:10.45,515 Stunden
2. Barba/Malucelli (E/I), Aston Martin Vantage, + 47,393 Sekunden
3. Narac/Pilet (F/F), Porsche 911 GT3 RSR, + 47,426
4. Holzer/Tandy (D/GB), Porsche 911 GT3 RSR, + 55,822
5. Heyer/Seyffarth (D/D), Mercedes SLS AMG, + 1.12,851 Minuten
6. Ramos/Giammaria (P/I), Ferrari 458 GT Italia, + 1.17,663
7. Seefried/Gruber (D/A), Porsche 911 GT3 R, + 1.29,773

Ergebnis 4. Lauf
1. Montermini/Lopez (I/ARG), Ferrari 458 GT Italia, 50:06,949 Minuten
2. Broniszewski/Peter (PL/A), Ferrari 458 GT Italia, + 14,140 Sekunden
3. Ramos/Giammaria (P/I), Ferrari 458 GT Italia, + 24,673
4. Barba/Malucelli (E/I), Aston Martin Vantage, + 26,578
5. Narac/Pilet (F/F), Porsche 911 GT3 RSR, + 28,402
6. Heyer/Seyffarth (D/D), Mercedes SLS AMG, + 37,167
7. Seefried/Gruber (D/A), Porsche 911 GT3 R, + 44,215
10. Hamilton/Mapelli (GB/I), Porsche 911 GT3 R, + 51,908

Punktestände
Fahrer
1. Holzer/Tandy, Porsche, 54 Punkte
2. Narac/Pilet, Porsche, 52
3. Barba/Malucelli, Ferrari, 46
4. Bizzari, 32, Ferrari, 40
5. Broniszewski/Peter, Ferrari, 36
6. Mapelli/Hamilton, Porsche, 32

Teams Super GT
1. Manthey-Racing, Porsche, 24 Punkte
2. IMSA Performance Matmut, Porsche, 23
3. Villois Racing, Aston Martin, 21

Hersteller Super GT
1. Ferrari, 44 Punkte
2. Porsche, 44
3. Aston Martin, 21

Die Läufe 5 und 6 der International GT Open werden vom 22. bis 24. Juni in Spa-Francorchamps/Belgien ausgetragen.

Zurück