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Hatz in Untersuchungshaft?

28.09.2017 21:34

Süddeutsche Zeitung berichtet über Festnahme des Ex-Porsche-Managers

Wolfgang Hatz. Foto: Porsche
Wolfgang Hatz. Foto: Porsche

Der ehemalige Porsche-Entwicklungschef Wolfgang Hatz soll nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung wegen seiner Verwicklung in den Diesel-Abgas-Skandal im VW-Konzern in München in Untersuchungshaft genommen worden sein.

Die Hintergründe, warum Hatz in Untersuchungshaft sitzen soll, sind noch unklar. Hatz kam 2011 als Nachfolger von Wolfgang Dürhheimer zu Porsche. Zuvor war er bei VW in als Leiter der Aggregate-Entwicklung tätig. Zwischen 2001 und 2007 zeichnete er verantwortlich für die Motorenentwicklung bei Audi. Bei Porsche war er nach Bekannt werden des Abgas-Skandals beurlaubt worden. Im Mai 2016 verließ er Porsche – wie es hieß auf eigenen Wunsch.

Im Juli war ein ehemaliger Audi-Manager aus der Motorenentwicklung in München ebenfalls in Untersuchungshaft genommen worden, der zur selben Zeit bei Audi wie Hatz arbeitete. Er war schon vor einiger Zeit bei Audi beurlaubt worden, später entließ ihn das Unternehmen fristlos. Der Manager wehrt sich aktuell vor einem Arbeitsgericht dagegen. Seine Aussagen sollen Hatz belasten, schreibt die Süddeutsche Zeitung. Zudem sollen die Strafverfolger angeblich davon ausgehen, dass Hatz einerseits eine wichtige Rolle in dem Abgasskandal gespielt habe und zudem nach seiner Beurlaubung bei Porsche bei einem Treffen mit früheren Audi-Kollegen Tipps gegeben habe, wie man in der Affäre am besten aussage.

Hatz war bei Porsche vor allem als Initiator für den Wiedereinstieg in die LMP-1-Klasse im Langstreckensport bekannt geworden und genoss dort hohes Ansehen. Porsche hatte immer betont, dass nach internen Untersuchungen kein Fehlverhalten von Hatz vorgelegen habe. Zwischenzeitlich dachte man laut Medienberichten sogar darüber nach, unter welchen Voraussetzungen er wieder in das Unternehmen zurückkehren könnte.

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