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In die Schranken weisen

05.05.2017 22:34

Neue Rekordrunde für den 911 GT3 auf der Nordschleife

Der neue 911 GT3 ist mehr als zwölf Sekunden schneller als sein Vorgänger. Foto: Porsche
Der neue 911 GT3 ist mehr als zwölf Sekunden schneller als sein Vorgänger. Foto: Porsche

Die Jagd geht weiter: Porsche hat die neue Rundenzeit auf der Nürburgring-Nordschleife für den gründlich renovierten 911 GT3 bekannt gegeben. Mit 7:12,7 min hat er den Vorgänger deutlich deklassiert. Aber das war auch angeraten – denn dem saß ein anderer 911 im Nacken.

12,3 Sekunden schneller als der Vorgänger – das ist selbst für Porsche-Verhältnisse ein gewaltiger Schritt nach vorne, denn der neue Porsche 911 GT3 basiert weiter auf dem 2012 vorgestellten 911 mit mehr Radstand und mehr Spurweite.  Es ist also kein grundlegend neues Auto – trotz neuem Motors (mit 25 PS mehr) und verbesserter Aerodynamik. Doch wenn man genau hinschaut, wäre weniger Gewinn auch problematisch geworden.

7:25 min lautete die Zeit des Vorgänger-GT3 – und dem saß der mit einem 420 PS-Turbomotor ausgerüstete normale 911 Carrera S bereits dicht auf den Fersen. 7:30 min lautet dessen Wert. Und inzwischen gibt es den Wagen über die Werksleistungssteigerung auch mit 450 PS und einem Drehmoment von 550 Nm statt 500. Wie nah der 911 Carrera S damit an den Wert des alten 911 GT3 kommt? Wahrscheinlich sehr nah.

Lars Kern fuhr die Rekordrunde mit dem 911 GT3. Foto: PorscheUm fair zu bleiben: Der normale 911 Carrera gewann durch den Modellwechsel nur acht Sekunden bei seiner Nordschleifenzeit hinzu – vier Sekunden weniger als beim Vergleich von aktuellem und vorherigem 911 GT3. Und etwa Rechnen ist auch ganz erhellend. Der neue GT3 umrundet den Kurs mit rund 173 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit. In einer Sekunde legt er dabei knapp 50 Meter zurück. Es hält damit den 911 Carrera S auch optisch gut auf Distanz.

Den neuen hochdrehenden Saugmotor teilt sich der neue GT3 mit dem Rennwagen 911 GT3 Cup. Erst bei 9000 U/min ist das Ende erreicht.  Ausgerüstet mit Hinterachslenkung, Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (PDK) und Michelin Sport Cup 2 N1 Reifen ging der Sportwagen in der Eifel im Serientrimm an den Start. Mit acht Grad Luft- und 14 Grad Asphalttemperatur fand Porsche-Testfahrer Lars Kern optimale Bedingungen vor. Seine Bestzeit absolvierte das hinterradgetriebene Coupé mit Straßenzulassung übrigens unter notarieller Aufsicht. Und hat sich sogar noch etwas Luft zum Turbo-motorisierten normalen 911 Carrera S verschafft. 

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