Mehr Platz und mehr Stars

10.07.2018 09:09

Soundnacht zieht in die Porsche-Arena um

Die achte Porsche Sound Nacht findet diesmal in der Porsche Arena statt. Foto: Porsche
Die achte Porsche Sound Nacht findet diesmal in der Porsche Arena statt. Foto: Porsche

Im Jubiläumsjahr geizt Porsche nicht mit Stars – und vor allem nicht mit Platz. Die Karten für die Sound Nacht im Museum waren regelmäßig in Minuten ausverkauft. Das könnte diesmal anders sein. Zur achten Auflage zieht Porsche um vom Museum in die Porsche-Arena, in der deutlich mehr Gäste dabei sein können. Und auch das Programm fällt diesmal eine Nummer größer aus. Termin ist der 13. Oktober 2018. Karten gibt es ab 16. Juli.

Mehr als zehn legendäre Renn- und Sportwagen stellen sich in diesem Jahr akustisch vor. Erstmals sind die Rennfahrer Jacky Ickx und Derek Bell dabei. „Anlässlich des Jubiläums ‘70 Jahre Porsche Sportwagen’ wollen wir in diesem Jahr möglichst viele Besucher in den Genuss der ‘Sound Nacht’ kommen lassen“, sagt Achim Stejskal, Leiter des Porsche Museums. „Deshalb feiern wir 2018 in der Porsche Arena, wo mehrere tausend Gäste Platz finden.” Bisher fanden rund 900 Porschefans Platz im Museum.

Er zählt zu den schnellsten Rennwagen: Der Porsche 935/78 "Moby Dick" - präsentiert von Rennlegende Jacky Ickx. Foto: PorscheDie „Sound Nacht“ reflektiert die Entwicklung der Sportwagen seit 1948 auf ihre Weise. Ausgangspunkt ist der 356 Nr. 1 Roadster, der erste Sportwagen mit dem Namen Porsche und Ursprung der Marke. Herbert Linge steht wie die Nummer 1 für die Anfänge von Porsche. Er stellt Wagen, Technik und Geschichte vor. Nach der Rückkehr von Porsche aus dem österreichischen Gmünd nach Stuttgart im Jahr 1949 war Linge der erste wieder eingestellte Mechaniker des Unternehmens. Er avancierte in den 1950er bis 1970er Jahren zum Rennmechaniker und erfolgreichen Rennfahrer. Erst vor wenigen Wochen feierte er seinen 90. Geburtstag.

Ein weiterer Meilenstein der Porsche Geschichte rollt mit dem 917 auf die Bühne. Der in den Farben des damaligen Sponsors Gulf – hellblau mit orangerotem Mittelstreifen – lackierte Rennwagen gewann 1970 die 24 Stunden von Daytona. Unter dem kurzen Heck wartet ein Zwölfzylinder-Mittelmotor mit fünf Litern Hubraum darauf, dass seine 630 PS geweckt werden. Kaum jemand kennt den 917 besser als die beiden Paten Hans Herrmann und Richard Attwood, die ebenfalls 1970 bei den 24 Stunden von Le Mans auf einem 917 KH den ersten Gesamtsieg holten. Sie fuhren damit den ersten von mittlerweile 19 Gesamtsiegen von Porsche bei dem Langstreckenrennen ein. Nach vielen Jahren treffen Hans Herrmann, Richard Atwood und ein 917 erstmals wieder zusammen.

Porsche Typ 962 C in Monza 1986 mit Hans-Joachim Stuck und Derek Bell. Foto: PorscheMit Hans-Joachim Stuck, Derek Bell, Norbert Singer und dem Porsche 962 „Rothmans” mit der Startnummer 17 feiert ein weiteres legendäres Quartett Wiedersehen bei der Porsche „Sound Nacht”. Hans-Joachim Stuck und Derek Bell gewannen mit genau diesem Rennwagen 1987 die 24 Stunden von Le Mans für Porsche. Bereits im Vorjahr hatte das Team auf einem 962 in Le Mans den Gesamtsieg geholt. Entscheidenden Anteil an diesem Doppelerfolg hatte Norbert Singer, damals Renningenieur bei Porsche und einer der Väter des nahezu unschlagbaren 962. Der ab 1984 eingesetzte Porsche 962 holte 54 Siege und zahlreiche Meisterschaften.

Ein weiteres Beispiel aus der Riege der weichenstellenden Stars: der 911 Carrera RSR Turbo 2.1. Der erste Porsche 911 mit Turbolader und der erste Rennwagen mit Turbomotor bei den 24 Stunden in Le Mans debütierte 1974. Vorgestellt wird der Rennwagen, dessen Optik ihm den Spitznamen „Flügelmonster“ eintrug, von seinen ersten Piloten Gijs van Lennep und Manfred Schurti. Gijs van Lennep schaffte es bei den 24 Stunden von Le Mans auf den zweiten Platz im Gesamtklassement. Im Jahr darauf fuhr er im Team mit Manfred Schurti im RSR erneut zum Klassensieg.

Die 24 Stunden von Le Mans im Jahr 1974: Manfred Schurti und Helmuth Koinigg auf einem 911 Carrera RSR Turbo 2.1 (Nr. 21). Foto: PorscheZu den erfolgreichsten Rennfahrern bei Porsche zählt der Belgier Jacky Ickx. Vier seiner sechs Le Mans-Starts gewann er auf Porsche. Jacky Ickx wird den Porsche 935/78 „Moby Dick“ vorstellen, mit dem er 1978 beim Sechs-Stunden-Lauf in Silverstone einen Sieg einfuhr. Der Sechszylinder-Boxermotor mit Ladeluftkühlung leistet bis zu 845 PS. Beim Einsatz in Le Mans auf der Hunaudières Geraden erreichte er dank einer guten Aerodynamik 366 km/h und gehört damit zu den schnellsten Rennwagen.

Auch die weiteren Ikonen der Porsche „Sound Nacht“ haben Paten mit Rang und Namen. Walter Röhrl etwa, seit 25 Jahren Entwicklungsberater und Repräsentant für Porsche. Er war an der Abstimmung vieler Meilensteine beteiligt – vom 959 über Carrera GT bis zum 918 Hybrid, allen 911- und GT-Versionen sowie dem Porsche Panamera. Oder Peter Falk, ehemals Fahrwerksentwickler und Rennleiter von Porsche, in dessen Ära die spektakulärsten Erfolge der Marke fallen. So war er Beifahrer im 911 T, der 1965 mit Herbert Linge am Steuer auf Anhieb den fünften Gesamtplatz bei der Rallye Monte Carlo errang.

Der Vorverkauf für die Porsche „Sound Nacht“ beginnt am 16. Juli 2018 über www.easyticket.de oder telefonisch unter 0711 2555 555. Je nach Sitzplatz kostet das Ticket 39 Euro, 49 Euro oder 59 Euro, jeweils einschließlich Vorverkaufsgebühr und Freifahrtticket im Verkehrsbereich der VVS.

Zurück