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Neuer Preisrekord

20.08.2017 17:35

Porsche 917 für 14 Millionen Dollar versteigert

Dieser 917K wurde auf einer Versteigerung für den Rekordpreis von 14,2 Millionen Dollar verkauft. Foto: Gooding & Co.
Dieser 917K wurde auf einer Versteigerung für den Rekordpreis von 14,2 Millionen Dollar verkauft. Foto: Gooding & Co.

Bei der Kombination war es zu erwarten. Der Weltrekord für den teuersten Porsche der Welt für wird fallen. Und tatsächlich, dieser Porsche 917K mit einer besonderen Geschichte erreichte auf einer Auktion von Gooding & Co. in Kalifornien in Pebble Beach jetzt einen Kaufpreis von knapp über 14 Millionen Dollar. Der bisher teuerste Porsche war ebenfalls ein Rennwagen gewesen, ein Porsche 956, der 2015 für 10,2 Millionen Dollar einen neuen Besitzer fand.

Der jetzt versteigerte Porsche 917K war beim Vortest 1970 beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans dabei und wurde später vom Schweizer Rennfahrer Jo Siffert gekauft. Der lieh ihn Steve McQueen für seinen Film „Le Mans“, in dem der Wagen in einigen Szenen zu sehen war. Das ist in Kurzform seine Historie. Und es ist natürlich das Modell gewesen, mit dem Porsche 1970 den ersten Gesamtsieg in Le Mans holte.

Der Wagen gehörte einst Jo Siffert und war auch im Film „Le Mans“ zu sehen. Foto: Gooding Die Legendenbildung bei diesem Exemplar setzte erst später ein. Der Film „Le Mans“ war kein Erfolg in den Kinos und ruinierte Steve McQueen, der auch Produzent war, fast. Heute hat der Film Kult-Status. Jo Siffert fuhr den Wagen noch auf Schweizer Landstraßen im Juli 1971 – zu seinem Geburtstag, wenig später, im Oktober, kam er bei einem Formel-1-Rennen in Brands Hatch in einem BRM bei einem Unfall ums Leben. Der Porsche 917 mit der Chassisnummer 917-024 fuhr an der Spitze des Trauerzuges mit 50.000 Menschen.

Spartanischer Arbeitsplatz: Mit diesem Wagen gelang Porsche der erste Gesamtsieg in Le Mans. Foto: Gooding Der 917 kam nach dem Tod von Siffert in die Hände eines französischen Sammlers. 2001 wurde er verstaubt in einer Scheune wiederentdeckt, verschwand wieder in einer Sammlung. 2014 sollte er schon einmal von Gooding & Co. in Kalifornien versteigert werden, das Angebot wurde aber ohne Angaben von Gründen wenige Wochen vor dem Termin zurückgezogen.

Der 12-Zylindermotor wurde in mehreren Varianten eingesetzt. Mit 4,5-Litern Hubraum leistete er erst 520 PS, später 560 PS. Mit 4,9-Litern Hubraum kam er auf 600 PS. Mit 5,0-Litern Hubraum waren als letzte Ausbaustufe 630 PS möglich. Foto: Gooding Der jetzige Besitzer ließ 917-024 vor dem Verkauf noch einmal eine Restaurierung angedeihen, in wessen Hände der Rennwagen mit der ungewöhnlichen Vergangenheit nun gekommen ist, sagte das Auktionshaus nicht.

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