Porsche ist Schlusslicht

11.11.2018 22:18

WLTP-Umstellung belastet Verkäufe weiter stark

Der 991 GTS 4 ist der einzige 911, den Porsche aktuell noch anbietet. Foto: Porsche
Der 991 GTS 4 ist der einzige 911, den Porsche aktuell noch anbietet. Foto: Porsche

Die Lage hat sich nicht gebessert: Porsche kämpft durch den neuen WLTP-Zyklus weiter mit starken Verkaufsrückgängen in Deutschland. Das zeigen die aktuellen Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes. Insgesamt sank die Zahl aller zugelassenen Autos im Vergleich zum Vorjahresmonat um -7,4 Prozent auf 252.628 Fahrzeige. Doch Porsche hat es weit härter getroffen: Bei keiner anderen Automarke ging der Absatz so massiv zurück – um 74,2 Prozent von 2171 auf 560 Autos. Damit ist man Schlusslicht.

Den VW-Konzern hat die Umstellung auf das neue Verbrauchs- und Abgasprüfverfahren viel stärker als andere Hersteller belastet. Während etwas BMW (+25,6 Prozent) und Mercedes (+19, 2) im Oktober gegenüber dem Vorjahresmonat sogar deutlich zulegten, fuhren VW (-18,9), Audi (-64,0) und Porsche (-74,2) die schlechtesten Ergebnisse auf dem deutschen Automarkt ein. Die WLTP-Norm führt dazu, dass alle Varianten einer Baureihe gemessen und geprüft werden müssen. Bisher konnte man Verbrauchswerte für eine Variante angeben. Porsche kommt der Umstellung nicht hinterher.

28 Boxster, 89 Cayenne, 17 Cayman, 128 Macan, 78 Panamera, 125 Porsche 911 sowie 95 sonstige Fahrzeuge weist die Zulassungsstatistik auf. Immerhin: Betrachtet man die gesamten Verkaufszahlen für die Monate Januar bis Oktober, ist Porsche gegenüber dem Vorjahr noch leicht im Plus: 26.116 Wagen stehen 25.108 Fahrzeugen gegenüber. Doch bessern sich die Zahlen im Monat November nicht deutlich, wird die Bilanz negativ werden.

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