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Rennpech in Austin

09.05.2017 09:40

Probleme kosteten Porsche ein Platz auf dem Podium

Platz 4 lautete die beste Platzierung für Porsche in Austin. Foto: Porsche
Platz 4 lautete die beste Platzierung für Porsche in Austin. Foto: Porsche

Rennpech für Porsche in den USA: Mit dem neuen Porsche 911 RSR verpasste man auf dem Circuit of the Americas in Austin eine Podiumsplatzierung in der IMSA SportsCar Championship knapp. In dem Porsche mit der Startnummer 911 belegten Patrick Pilet (Frankreich) und Dirk Werner (Würzburg) nach zeitweiliger Führung den vierten Platz in der Klasse GTLM. Für den zweiten Wagen lief es noch schlechter.

Im zweiten vom Porsche GT Team eingesetzten 911 RSR mit der Startnummer 912 kamen Laurens Vanthoor (Belgien) und Wolf Henzler (Nürtingen) als Achte ins Ziel. Sie waren kurz nach dem Start durch eine unverschuldete Kollision  zurückgeworfen worden. Auf dem 5,513 Kilometer langen Grand-Prix-Kurs vor den Toren der texanischen Hauptstadt hatte Patrick Pilet (Frankreich) einen guten Start. Als sich in der ersten Kurve vor ihm gleich mehrere Autos in die Quere kamen, konnte er ausweichen und vom vierten Platz eine Aufholjagd starten. Er holte sich erst den dritten Platz, wenige Runden später ging er an einem weiteren Konkurrenten vorbei. Nach einer knappen Stunde lag er sogar in Führung.

Der zweite Porsche wurde durch einen unverschuldeten Unfall weit zurückgeworfen. Foto. PorscheIn diesem Tempo ging es aber nicht weiter. Sein Teamkollege Dirk Werner, der den 911 RSR übernommen hatte, wurde erst von einem GTD-Auto getroffen, später handelte er sich eine 60-Sekunden-Strafe ein, weil er eine rote Ampel an der Boxenausfahrt übersehen hatte, die er in der Boxengasse absitzen musste. Dadurch war der Kampf um eine mögliche Podiumsplatzierung verloren. Nach 2:40 Stunden fuhr Patrick Pilet schließlich als Vierter über die Ziellinie.

Für den zweiten 911 RSR mit der Startnummer 912 war das Rennen bereits nach der Kollision kurz nach dem Start gelaufen. Nach dem ersten Reparaturstopp kam Wolf Henzler, der in Austin den beim WEC-Rennen in Spa startenden Kévin Estre (Frankreich) vertrat, noch als Fünfter zurück auf die Strecke. Doch ein Folgeschaden erforderte eine länger dauernde Reparatur in der Teamgarage. Als Laurens Vanthoor mit dem 911 RSR das Rennen schließlich wieder aufnahm, lag er schon zu weit zurück, um noch Positionen gutmachen zu können.
Gesamtsieger wurden Jordan und Ricky Talyor auf einem Cadillac-Prototypen.

Der fünfte Lauf der IMSA SportsCar Championship wird, nach der Pause rund um die 24 Stunden von Le Mans, am 2. Juli in Watkins Glen im US-Bundesstaat New York ausgetragen.


Rennergebnis

Klasse GTLM
1. Garcia/Magnussen (E/DK), Corvette, 71 Runden
2. Auberlen/Sims (USA/GB), BMW M6, 71
3. Edwards/Tomczyk (USA/D), BMW M6, 71
4. Pilet/Werner (F/D), Porsche 911 RSR, 71
5. Hand/Müller (USA/D), Ford GT, 70
6. Westbrook/Briscoe (GB/USA), Ford GT, 63
7. Gavin/Milner (GB/USA), Corvette, 41
8. Estre/Vanthoor (F/B), Porsche 911 RSR, 10
9. Fisichella/Vilander (I/SF), Ferrari 488, 1

Klasse GTD
1. Bleekemolen/Keating (NL/USA), Mercedes GT3, 69
2. Balzan/Nielsen (I/DK), Ferrerari 488, 69
3. Vautier/Habul (F/USA), Mercedes GT3, 69
7. Jaminet/Morad (F/USA), Porsche 911 GT3 R,69
8. Bergmeister/Lindsey (D/USA), Porsche 911 GT3 R, 69
14. Bennett/Braun (USA/USA), Porsche 911 GT3 R, 69
16. Chase/Gottsacker (USA/USA), Porsche 911 GT3 R, 68

Punktestand Klasse GTLM nach 4 von 11 Rennen

Fahrer
1. Garcia, Magnussen, Chevrolet, 126 Punkte
2. Müller, Hand, Ford, 118
3. Pilet, Werner, Porsche, 110
4. Auberlen, Sims, BMW, 108
5. Westbrook, Briscoe, Ford, 107
6. Fisichella, Vilander, Ferrari, 104
7. Gavin, Milner, Chevrolet, 102
8. Vanthoor, Porsche, 102
9. Edwards, Tomczyk, BMW, 96

Hersteller
1. Chevrolet 133 Punkte
1. Ford 127
3. Porsche 118
4. BMW 114
5. Ferrari 112

Teams
1. #3 Corvette Racing, 124 Punkte
2. #66 Ford Chip Ganassi Racing, 118
3. #911 Porsche GT Team, 110
4. #67 Ford Chip Ganassi Racing, 107
5. #62 Risi Competizione, 104
6. #4 Corvette Racing, 102
7. #912 Porsche GT Team, 101
8. #25 BMW Team RLL, 98
9. #24 BMW Team RLL, 72
10. #68 Ford Chip Ganassi Racing, 50

Das ist die IMSA SportsCar Championship
Die IMSA SportsCar Championship ist eine Sportwagenrennserie, die seit 2014 in den USA und Kanada ausgetragen wird. Sie ist aus dem Zusammenschluss der American Le Mans Series und der Grand-Am Series entstanden. Sportprototypen und Sportwagen starten dabei in vier verschiedenen Klassen: GTLM (GT Le Mans), GTD (GT Daytona), P (Prototype) und PC (Prototype Challenge). Der Porsche 911 RSR fährt in der Klasse GTLM, der neue Porsche 911 GT3 R in der Klasse GTD.

 

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