Bookmark and Share

Schneller Klassiker

12.09.2017 08:54

Porsche erhört die Fans und bringt einen 911 GT3 Touring

Porsche hat den 911 GT3 in einer Touring-Variante vorgestellt. Auffälligstes Merkmal ist der fehlende Heckflügel. Foto: Porsche
Porsche hat den 911 GT3 in einer Touring-Variante vorgestellt. Auffälligstes Merkmal ist der fehlende Heckflügel. Foto: Porsche

Die Fans werden sich freuen, die Spekulanten weniger: Porsche hat am Vorabend der Eröffnung der IAA in Frankfurt einen Porsche 911 GT 3 mit Handschaltung ohne Heckflügel vorgestellt – und greift dabei einen bekannten Namen aus seiner eigenen Historie auf. Touring-Pakt heißt die Option, mit der das Werk auch einen Nachfolger für das Sondermodell 911 R bringt. Dieses Sondermodell, ebenfalls ein 911 GT3 in zivilem Gewand, hatte wie kein zweiter 911 in der jüngeren Vergangenheit für Aufsehen gesorgt. So sollte ein 911 sein, waren sich die Fans einig – und die 991 Exemplare waren noch vor der Präsentation verkauft.

Doch womit man bei Porsche wohl so nicht gerechnet hatte: Verdient hatten am 911 R vor allem die Spekulanten, die die Fahrzeuge mit einem gehörigen Preisaufschlag anbieten. 2016 ausgeliefert, stehen jetzt immer noch nicht zugelassene Fahrzeuge für über 400.000 Euro in Online-Verkaufsportalen. Das ist mehr als das Doppelte der Summe von rund 190.000 Euro, die Porsche den Käufern in Rechnung stellte. Der neue GT3 Touring wird ihnen nicht nur das Geschäft verderben – die neue Variante hat auch technisch noch etwas mehr zu bieten.

Weniger ist mehr: Der Touring verzichtet auf den Heckflügel. Foto: PorscheDas Rezept ist vom 911 R bekannt: Der Touring ist ausschließlich mit manuellem Sechsgang-Getriebe zu haben und besitzt statt des feststehenden Heckflügels einen variablen Heckspoiler wie der 911 Carrera. Der Vierliter-Saugmotor aus dem Motorsport leistet 368 kW (500 PS) und entwickelt ein Drehmoment von 460 Nm. Die Maschine wurde gegenüber dem Vorgänger weiterentwickelt. Die Höchstdrehzahl liegt nun statt bei 8500 bei 9000 U/min. Wer gut schaltet,  beschleunigt den 911 GT3 mit Touring-Paket in 3,9 Sekunden von null auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 316 km/h. Die Stückzahl ist nicht limitiert, nur die Produktionskapazitäten bei Porsche setzen dem Absatz Grenzen.

Die Bezeichnung „Touring-Paket“ geht auf eine Ausstattungsvariante des 911 Carrera RS aus dem Modelljahr 1973 zurück. Damals ließ Porsche das Auto zu Homologationszwecken als abgespeckte Rennvariante vom Band laufen. Um die Autos besser verkaufen zu können, bot man die Touring-Variante an, eine Komfortausstattung, die weitgehend mit der des 911 2,4 S übereinstimmte.

Der Innenraum gibt sich ebenfalls puristisch und ist vom GT3 bekannt. Foto: PorscheBis auf die Ausstattungsumfänge Clubsport-Paket und Alcantara bietet Porsche fast alle Optionen des 911 GT3 auch in Kombination mit dem Touring-Paket an. So zum Beispiel alle Exterieur- und Räderfarben, die Keramikbremse PCCB, das Liftsystem, die LED-Hauptscheinwerfer, alle Sitzvarianten, das Chrono-Paket und die Audiosysteme. Die Karosserie des GT3 bleibt – mit Ausnahme des Hecks – auch bei der Variante mit Touring-Paket unverändert. Innen gibt es Glattleder und auch in anderen kleineren optischen Details weicht die Touring-Variante vom GT3 ab.

Die Option Touring-Paket ist ab sofort bestellbar und wird ohne Aufpreis angeboten. Damit kostet der 911 GT3 mit Touring-Paket in Deutschland 152.416 Euro.

Zurück