Super-Sebring für Porsche

17.03.2019 20:50

Drei Klassensiege in zwei Rennen

Gianmaria Bruni (Iinks) und Richard Lietz gewannen das 1000-Meilen-Rennen der WEC in Sebring in der Klasse GTE Pro für Porsche. Foto: Porsche
Gianmaria Bruni (Iinks) und Richard Lietz gewannen das 1000-Meilen-Rennen der WEC in Sebring in der Klasse GTE Pro für Porsche. Foto: Porsche

Zwei Langstreckenrennen innerhalb von 48 Stunden: Im amerikanischen Sebring fanden an diesem Wochenende sowohl das 12-Stunden-Rennen der amerikanischen IMSA und als Premiere das 1000-Meilen-Rennen der WEC statt. Für Porsche lief es glänzend: Insgesamt drei Klassensiege fuhr man ein – und der vierte war zum Greifen nah.

1000 Meilen wurden es nicht ganz beim zuerst ausgetragenen WEC-Rennen. Starker Regen am Schluss und Gelbphasen zu Beginn des Rennens bremsten das Feld ein. Nach der Maximaldauer von 8 Stunden hatte Gesamtsieger Toyota mit Fernando Alonso, Sebastien Buemi und Kazuki Nakajima im Toyota TS050 Hybrid in der LMP-1-Klasse knapp 950 Meilen absolviert. Nach dem Rückzug von Porsche aus dieser Spitzenklasse Ende der Saison 2017 ist Toyota das einzige verbliebene Werksteam und dominiert die Langstreckenweltmeisterschaft.

Erfolg in der GTE Pro

Porsche ist aber weiterhin mit einem Werksteam in der GTE-Pro-Klasse vertreten. Schon in der Qualifikation zeigte das Team eine starke Leistung. Der 911 RSR mit der Startnummer 92 mit Michael Christensen und Kevin Estré am Steuer, die auch die Gesamtwertung in der Meisterschaft anführen, holte sich die Pole-Position. Doch nachdem sie nach dem Start zurückgefallen war, kollidierten sie bei der Aufholjagd mit einem Aston Martin und kassierten eine Zeitstrafe, die sie am Ende auf Rang 5 zurückfallen ließ. Den Klassensieg fuhren nach einem problemlosen Rennen Richard Leitz und Gianmaria Bruni mit der Nummer 91ein.

In der GTE-LM-Klasse setzte sich der Porsche mit der Startnummer 77 von Dempsey-Proton Racing mit Christian Ried, Julien Andlauer und Matt Campbell durch. Für das Team von Project 1 nahm das Rennwochenende auch einen versöhnlichen Ausgang. Ihr 911 RSR hatte im Training Feuer gefangen. Das Team ließ kurzfristig einen Ersatzwagen einfliegen. Jörg Bergmeister, Egidio Perfetti und Patrick Lindsey kamen auf Rang 3 ins Ziel.

Nick Tandy (von links), Frederic Makowiecki und Patrick Pilet siegten beim 12-Stunden-Rennen der IMSA in Sebring. Foto: PorscheDer Regen behinderte auch den Start des 12-Stunden-Rennens der IMSA. Es wurde unter Gelb gestartet, erst nach 40 Minuten endete die Schleichfahrt hinter dem Safetycar. Der Regen bremste auch in der GTLM-Klasse zunächst die Pole-Setter Patrick Pilet, Nick Tandy und Frederic Makowiecki, die sich aber am Ende durch einen perfekten Boxenstopp an Ford vorbeischoben und im 911 RSR mit der Startnummer 911 siegten. Damit liegen sie nun auch in der Gesamtwertung vorne. Der zweite Porsche mit der Nummer 912 mit Earl Bamber, Laurens Vanthoor und Mathieu Jaminet fiel zu Beginn des Rennens zurück und erreichte am Ende Platz 5.

Porsche Entwicklungsfahrer Lars Kern war für Pfaff Motorsports mit Scott Hargrove und Zacharie Robichon am Start. Sie dominierten das Rennen in der GTD-Klasse lange, fielen aber durch einen technischen Defekt zurück. Foto: PorscheEin Sensordefekt vereitelte Porsches vierten Klassensieg an diesem Wochenende. Porsche Entwicklungsfahrer Lars Kern war mit Scott Hargrove, Zacharie Robichon auf dem Pfaff-Porsche in der GTD-Klasse dabei. Der Wagen dominierte das Geschehen, zwei Stunden vor Schluss traten technische Probleme auf. Die Reparatur warf die Mannschaft auf Platz 10 zurück. Gesamtsieger wurden Felipe Nasr, Eric Curran und Pipo Derani im Cadillac DPi von Action Express Racing.

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