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Toyota siegt, Porsche gewinnt

05.11.2017 16:35

Platz 2 reicht für Herstellertitel und Fahrerweltmeisterschaft

Porsche gewinnt vorzeitig die Fahrer- und Herstellerwertung in der WEC. Foto: Porsche
Porsche gewinnt vorzeitig die Fahrer- und Herstellerwertung in der WEC. Foto: Porsche

Porsche hat sich beim vorletzten Lauf der Saison der Langstreckenmeisterschaft (WEC) in Shanghai am Sonntag sowohl die Fahrerweltmeisterschaft wie auch den Herstellertitel  gesichert. Timo Bernhard, Brendon Hartley und Earl Bamber genügte dafür der zweite Platz mit ihrem 919 Hybrid  #2 hinter einem stark auftrumpfenden Toyota-Trio (Anthony Davidson, Kazuki Nakajima und Sébastien Buemi) mit dem TS050 Hybrid #8.

Toyota hat gesiegt, Porsche gewonnen – die aufsteigende Formkurve bei Toyota reichte nicht mehr, um Porsche auf der Zielgeraden zur Meisterschaft noch abzufangen. Dabei verhinderte Toyota zudem noch ein besseres Ergebnis durch einen doppelten Fahrfehler von Jose Maria Lopez auf der #7. Er drehte sich nach 30 Minuten, nachdem er beim Überrunden ein LMP-2-Fahrzeug an der Seite getroffen hatte.

Brendon Hartley, Timo Bernhard, Earl Bamber (von links) sind die neuen Fahrerweltmeister in der WEC. Foto: PorscheEine halbe Stunde vor Ende des Sechs-Stunden-Rennens traf Lopez den 911 RSR #91 von Richard Lietz und Frédéric Makowiecki , der auf Platz 2 der GT-Klasse lag und zu dem Zeitpunkt immer wieder Druck auf den führenden Ford GT40 ausübte. So kam der zweite Toyota nur auf Platz vier ins Ziel, so dass auch die Herstellerwertung zu Gunsten von Porsche entschieden war. Die GT-Mannschaft von Porsche dagegen kostete der Fehler von Lopez dagegen den ersten möglichen Saisonsieg, Lietz rettete sich mit dem lädierten Wagen auf Platz 2 ins Ziel.

Der zunächst auf Platz 2 liegende Porsche 919 Hybrid #1 mit Neel Jani, André Lotterer und Nick Tandy fiel schon in der ersten Rennstunde zurück, weil ein Gaspedalsensor streikte. Ein Reset löste das Problem, dauert jedoch rund eine Minute, wodurch der 919 Hybrid #2 ohne Stallregie nach vorne kam.

Richard Lietz und Fréderic Makowiecki holten mit dem Porsche 911 RSR den zweiten Platz in der GT-Wertung. Foto: PorscheFerrari konnte sich in der GT-Klasse die Herstellerwertung sichern. Ein dritter Platz von James Calado und Alessandro Pier Guidi sowie Rang sechs für Davide Rigon und Sam Bird reichten dazu aus. Porsche dagegen darf sich noch Hoffnungen auf den Gewinn der Fahrerwertung durch Lietz/Makowiecki beim letzten WEC-Lauf in Bahrein machen. Für ihre Teamkollegen Michael Christensen (Dänemark) und Kévin Estre (Frankreich) war das Rennen auf dem 5,541 Kilometer langen Grand-Prix-Kurs vor den Toren der chinesischen Wirtschaftsmetropole dagegen vorzeitig zu Ende: Nachdem sie fast das gesamte erste Renndrittel über geführt hatten, mussten sie ihren 911 RSR nach 2:15 Stunden wegen eines Motorschadens abstellen.

Porsche hat sich damit die Fahrerweltmeisterschaft in der LMP 1 zum dritten Mal in Folge geholt. 2015 waren Mark Webber, Timo Bernhard und Brendon Hartley erfolgreich, 2016 lagen Marc Lieb, Romain Dumas und Neel Jani vorne. Auch in der Herstellerwertung war Porsche bereits 2015 und 2016 erfolgreich.

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