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Verkaufsstopp für Cayenne Diesel

27.07.2017 22:14

Verkehrsminister Dobrindt kritisiert illegale Abgas-Software

Der Cayenne Diesel darf wegen illegaler Abgas-Software momentan nicht mehr verkauft werden. Foto: Porsche
Der Cayenne Diesel darf wegen illegaler Abgas-Software momentan nicht mehr verkauft werden. Foto: Porsche

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hat einen Verkaufsstopp für den Porsche Cayenne mit 3-Liter-Dieselmotor angeordnet. Zudem hat er einen Pflichtrückruf für europaweit 22.000 Modelle angeordnet, davon 7.500 in Deutschland. Hintergrund ist eine illegale Abgas-Software, die das Ministerium festgestellt hat.

Laut Dorbindt erkenne das Fahrzeug, wenn es auf einem Abgasprüfstand stehe und aktiviere dann eine „Aufwärmstrategie“, die im Realbetrieb auf der Straße nicht verwendet werde. Das Magazin „Spiegel“ hatte erstmals im Juni nach den Hinweis eines Informanten darüber berichtet, dass in der Getriebesoftware des 3-Liter-Diesel-Cayenne ein entsprechendes Programm verwendet werde. Der betreffende Diesel-Motor stammt von der VW-Konzerntochter Audi.  

Porsche habe nach dem  Spiegel-Bericht „umgehend eigene Messungen an einem vergleichbaren Fahrzeug durchgeführt", so das Werk gegenüber dem Magazin. Danach seien „die gesetzlich geforderten Stickoxid-Grenzwerte in beiden Schaltprogrammen erfüllt", so Porsche in einer Stellungnahme damals. Nun will Porsche ein Software-Update aufspielen.

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