Zeitreise

05.03.2019 15:38

Porsche-Museum Gmünd

Fotos: Robb Pritchard

In einer ehemaligen Sägemühle im österreichischen Bundesland Kärnten wurden zwischen 1948 und 1949 insgesamt 44 Coupés und 8 Cabrios vom Typ 356 auf engstem Raum zusammengeschraubt. Das kleine Gmünd ist bis heute die Keimzelle der großen Marke Porsche. Das Museum Helmut Pfeifhofer erinnert daran.

In Ehren ergraut und tief geduckt kauert das metallisch blanke Coupé vor dem Betrachter. Sein nacktes Blech vermittelt einen Eindruck davon, wie diese Autos damals gebaut wurden, und der unfertige Zustand dieses 356 hat einen besonderen Grund. Hier handelt es sich tatsächlich um einen der legendären Gmünd-Wagen:
Das ist Fahrgestellnummer 20, der achtälteste überlebende Porsche-Wagen der Welt und wohl derjenige, der dem Originalzustand dieser ersten Exemplare am nächsten kommt.

Aber das ist noch nicht alles, denn seine Garage, das private Porsche-Museum in Gmünd, ist die umfunktionierte ehemalige "Fabrikhalle", in der ursprünglich Ferdinand Porsche gemeinsam mit seinem Sohn Ferry nach dem Zweiten Weltkrieg seine ersten Autos baute.

Warum Kärnten, warum Gmünd? Es war eine Flucht aus dem von Bombenangriffen zerstörten Stuttgart, ein Schritt zurück nach vorn. Ferdinand Porsche war öfters dort gewesen, und zwischen ihm und dem Bürgermeister hatte sich eine Freundschaft entwickelt. Der Bürgermeister wollte nach dem Ende der Kampfhandlungen die ökonomische Zukunft seines Ortes vorantreiben und bot Porsche eine stillgelegte Sägemühle als Produktionsstätte an.

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